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Musik Aufnehmen, Produzieren und mischen

Die schönste Mixing-Session, die heftigste Scratchorgie oder der groovigste selbstproduzierte Track sind nur halb soviel wert, wenn sie nicht für die Nachwelt konserviert wurden. Neben der altgedienten Analog-Kassette bieten gerade die digitalen Medien CD-R und vor allem Mini-Disc Lösungen für dieses Problem. Zeigt euren Freunden, Angebeteten und zukünftigen Arbeitgebern doch, was ihr wirklich drauf habt! Für welches Medium ihr euch entscheidet sollte davon abhängen, für welchen Zweck die Aufnahmen verwendet werden sollen, wie hoch eure Ansprüche an Klang- und Bedienqualität sind, wie groß das Budget ist und nicht zuletzt, wie verbreitet das jeweilige Medium bei eurer "Zielgruppe" ist.


Tapes  & Tapedecks - analoge Aufnahmen

Gerade hier liegt der Hauptvorteil des altgedienten Analog-Tapes. Tapedecks sind sicherlich am weitesten verbreitet, fast jeder hat eins zu Hause, wenn nicht sogar ein Doppellaufwerk, mit dem die geliebten Werke problemlos kopiert werden können. Außerdem kommt die Kassette in den meisten Autos zum Einsatz, um eintönige Fahrten mit dem Set vom Vorabend zu bereichern. In punkto Klangqualität wird die Analog-Kassette jedoch von seinen Mitbewerbern auf die hinteren Ränge verwiesen. Selbst bestens ausgerüstete Decks mit endlos vielen Tonköpfen und allen möglichen Rauschunterdrückern liefern nur befriedigende Ergebnisse. Auch der Bedienungskomfort lässt ein wenig zu wünschen übrig, da keine direkte Titelanwahl möglich ist und keine Informationen über Laufzeit und Titel des Stückes bzw. Albums gespeichert werden können. Dazu gesellen sich die nervig-langen Umspulzeiten sowie fehlende Programmiermöglichkeiten. Ein weiteres Manko ist die technisch begrenzte Lebensdauer einer Audio-Kassette: Bandsalat und mechanischer Verschleiß verhindern ein beliebig häufiges Bespielen des Mediums.

Das Analog-Tape ist technisch gesehen also ein Auslaufmodell, das dem versierten Produzenten und/oder DJ, der seine Kunstwerke "offiziellen" Stellen vorlegen will, nicht mehr ausreicht. Falls ihr jedoch nur eure Session im Auto hören wollt oder an eure Freunde verschenken möchtet, macht ein Tapedeck aufgrund des niedrigen Grundpreises und der günstigen Tonträger viel Sinn.


Recording auf CD

Die CD dagegen ist mittlerweile vollstens in allen Gesellschaftsschichten etabliert. Neben den weitverbreiteten CD-Brennern für PCs sind seit einiger Zeit auch stationäre CD Recorder erhältlich und nun auch für den Home-User erschwinglich. Hiermit können problemlos die besten Mixe und herrlichsten Tracks auf Compact Disc geb(r)annt werden. Die Klangqualität und der Bedienkomfort der CD sollten jedem bekannt sein; die Bedienung des Recorders unterscheidet sich minimal von dem eines CD Spielers. Auch Trackinformationen können mit einigen Geräten zugewiesen werden. Achtung: Es gibt erhebliche Unterschiede in den erhältlichen CDs: Normale CDs können natürlich nicht bespielt, sondern nur gehört werden. PC-CD ROM Rohlinge, die sehr billig sind, können auch nicht bespielt werden, dazu sind spezielle CD-Rs notwendig. Diese können jedoch nur einmal mit Musik versehen werden! Die neusten CD-Recorder bieten zusätzlich die Möglichkeit, sogenannte CD-RWs (Re-Writable) zu bespielen, und zwar so oft wie gewünscht!


Summa Summarum ist die CD durch die Beschreibbarkeit ein optimales Medium für anspruchsvollere DJs und Producer, die die Aufnahmen sowohl für den privaten Gebrauch verwenden (vielleicht sogar einen CD-Spieler im PKW haben) als auch professionelle Demoversionen für berufliche Zwecke erstellen müssen.


Minidisc - MD-Recorder

Die Zukunft der digitalen Aufnahme liegt sicherlich in der Mini Disc. Die Ablösung der Kassette wurde durch die MD längst in Angriff genommen. Sie ist kleiner und handlicher als alle anderen Tonträger und hat bereits ein Zuhause in vielen privaten Haushalten gefunden. Gerade auf tragbarer Ebene gibt es eigentlich keine Alternative mehr, da die Geräte kleiner als jeder Walk- oder Discman sind. In der Klangqualität steht die MD der CD in nichts nach und springt auch so gut wie gar nicht mehr. Um die Datenmenge von 74 Minuten Musik plus etlicher Textzeilen auf so kleinem Platz unterzubringen, wird das Datenkomprimierungssystem ATRAC verwendet. Es ist mittlerweile in der sechsten Generation und liefert einfach 1A Sahnesound. Die Bedienung entspricht der eines CD-Players, mit der Erweiterung, dass alle MD-Recorder Unmengen von Trackinformationen editieren und speichern können. Zudem kann die MD als Ganzes benannt werden, die Reihenfolge der Stücke kann beliebig verändert und Tracks können sogar getrennt oder "zusammengeschweißt" werden. Fest steht jedoch, dass der Siegeszug der MD gerade erst begonnen hat und daher der Preis der Geräte noch stark sinken wird und sich die Zahl der mit MD ausgestatteten Haushalte drastisch steigern wird.


Harddisk-Recording

Harddisk Recording (eng.), auch „HD-Recording“ ist die digitale Musikaufnahme auf Festplattensystemen.

Harddisk Recording ist heute das übliche Verfahren zur digitalen Aufzeichnung von Ton, sowohl im professinellen wie auch im Homerecording Bereich und löst zunehmend analoge Aufnahmenverfahren auf Bandmedien ab.  Vor allem im Bereich der elektronischen Musik ist das HD-Recording aufgrund der einfachen Möglichkeit Samples einzunbinden, Stücke zu schneiden und mit Effekten zu versehen natürlich die erste Wahl.

Die Aufnahme erfolgt in der Regel über Multi I/O-Soundkarten mit PCI, Firewire oder USB-Schnittstellen, die über mehrere analoge, digitale (S/PDIF-, AC3- oder DTS) und/oder MIDI-Schnittstellen zu Ansteuerung des Sequenzerprogramms auf dem Computer verfügen oder über das direkte Einlesen von Samples in den Sequenzer über CD, DVD oder von Festplatte.
Mit einem Frequenzganz von zumeist über 96 kHz bei 24Bit-Aufnahmeverfahren können Digitale-Audiokarten mittlerweile problemlos mit der Qualität großer analoger Tonstudios mithalten – MD-(Minidisc) Aufnahmesysteme bspw. bieten meist „nur“ bis zu 44 kHz an.

Der Vorteil des HD-Recording  bspw. auf dem heimischen MAC, PC oder im Tonstudio sind der relativ kostengünstige Einstieg in die Welt des Recording, eine Unzahl an verfügbarer Software (Software-Sequenzer, Effekte wie Kompressoren, Gates, Denoiser usw..) und die leichte Erweiterbarkeit des Aufnahme-Systems bis hin zum professionellen digitalen Tonstudio.

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