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Mischpulte & Mixer

DJ Mixer - Welcome to the Jungle

DJ Mixer haben Eins gemein: Zwei oder mehr Audioquellen können zu einem Mixsignal zusammengeführt werden. Und damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Um im schier endlosen Mixer-Dschungel den Überblick zu behalten, haben wir alle Geräte nach Kanalangebot, Kategorie und Professionalitätsgrad eingeordnet. So findest du ganz nach deinen Anwendungszwecken, Ansprüchen und Euro im Geldbeutel den für dich optimalen Mischer.


Das DJ Mischpult - Kanäle


2-Kanal Mixer
sind absolut ausreichend für den klassischen Mix mit zwei Plattenspielern oder zwei CD-Playern. Wenn du nicht mehr vorhast, solltest du auch kein Geld und Platz für Kanäle ausgeben, die du nicht brauchst.


3-Kanal Mixer
sind Pflicht für alle DJs, die sich im Triplemix mit drei Playern versuchen wollen oder aber eine zusätzliche Audioquelle wie Mikrofon, CD-Player, Sampler, etc. ohne Umschalten am Mixer bereitstehen soll.


4+ Kanal Mixer
sind meist klassische Clubmixer, an denen zwei bis drei Plattenspieler und zwei CD-Player gleichzeitig angeschlossen sind. Mit einem Pult mit einer Kanalvielfalt von vier oder mehr bist du für alle Eventualitäten bestens gerüstet, ganz egal was du in der Zukunft mit deinem Mixer vorhast. Gerade für die Kombination von klassischen Mixquellen mit Producing-Equipment wie Drummachines und Samplern machen so viele Kanäle Sinn.

DJ-Mixer - Kategorien


Kompaktmixer
sind optimal für Einsteiger, weil nur mit dem Nötigsten ausgerüstet. Wer das Mixing erlernt, auf technisches Schnickschnack verzichten kann oder nicht viel Platz im Set Up und im Budget für große Mischer hat, liegt hier richtig und richtig günstig!


Battlemixer
sind voll ausgestattete Pulte mit zwei Kanälen für den Heim- und Hobbybereich. Sie zeichnen sich durch eine besondere Stabilität der Fader und Regler aus und stecken eine DJ-Battle locker weg. Die idealen Übungsmixer für alle angehenden Scratch-Artists, aber auch für Mixing-Anwendungen empfehlenswert.


Scratch n´Cut Mixer
sind durch ihre Bauweise und Fadertechnologie voll auf reine Turntablism-Anwendungen ausgerichtet. Extra stabile und leichtgängige Fader, optimales Fastperformance-Design und viele spezielle Turntablismfunktionen sind charakteristisch für diese Power-Werkzeuge.


Clubmixer
sind meist im 19" Rackformat gehalten und kompatibel für alle Diskotheken-Anwendungen. Mit vier oder mehr Kanälen sind sie besten gerüstet für den gesamten Gerätepark, den ein Club dem DJ bietet. Erstklassige Soundqualität und maximale Belastbarkeit zeichnen diese Mischpulte aus.


Futuremixer
sind Kombinationen aus einem klassischen Mixer mit zukunftsweisenden Technologien. Ob Touchscreens, Beatcounter, integrierte Effekte oder Producinghardware, Futuremixer können das, was normale Pulte nicht können. Der kreative DJ, der mehr Interaktion als den bloßen Mix will, findet solche Crossovergeräte in jedem Format.


Mischpulte und mixer - Qualität

Für Einsteiger und Fortgeschrittene, Hobby- und Home-DJs reichen Mixer von unterem bis gehobenen Qualitäts- wie Preislevel absolut aus. Künstler mit sehr hohen Ansprüchen an Klangqualität, Haltbarkeit und Ausstattung wie professionelle DJs und Clubbetreiber sollten definitiv in einen PRO-Mixer investieren.


Mixer - Kleine Faderkunde


Der Crossfader

ist das zentrale Arbeitstool des DJs, mit dem zwei Quellen gemischt und übergeblendet werden. Eigentlich bei allen Pulten Standard, da es gerade beim Fastmixing und Scratching nicht ohne geht. Der Crossfader ist entweder zwei Kanälen fest zugewiesen oder kann frei mit den zur Verfügung stehenden Quellen belegt werden.


Die Linefader

regeln die Ausgangslautstärke der einzelnen Kanäle. Früher gab es keine Crossfader, so dass nur mit den Kanalfadern gemixt wurde. Heutzutage werden sie für sanfte Fadings wie auch für harte Turntablism-Cuts gleichermaßen eingesetzt. Kommen meistens als 60mm Version, bei großen Clubmixern auch als 100mm Langversion für noch sanfteres Einblenden. Als Alternative zu den Schiebereglern gibt es sogar die Old-School Variante als Drehregler - nur für Houseliebhaber, nichts für Scratch-Artists.


Die Faderkonstruktion

ist entscheidend für die Qualitäten und Fähigkeiten der Fader. Neben der Lebenserwartung dieser Verschleißteile spielen Faktoren wie Stabilität, Laufverhalten und auch der Sound eine Rolle.

Normale Fader tasten die Position über eine Kontaktfläche ab. Sie verschleißen nach einer gewissen Zeit und fangen an zu Knacken und nicht mehr korrekt zu schließen.

Ein weiter Fortschritt sind die TCT (Total Contact Track) und UCT (Ultimate Contact Track) Varianten mit zwei Führungsschienen und zwei Kontaktschienen.

Schieberegler mit VCA (Voltage Controlled Amplifier) Steuerung regeln nicht mehr die Lautstärke selbst, sondern eine Hilfsspannung, was das allseits bekannte Knacken bei älteren Fadern ausschließt und eine einstellbare Curve ermöglicht.

Die sogenannte optische Photo Coupler Steuerung regelt die Position des Fader weder mechanisch noch über Spannungen; anstatt dessen analysiert eine Lichtschranke die genaue Position, weswegen der mechanische Abrieb der Fader fast gar nicht stattfindet, was Haltbarkeit und Gleitverhalten immens verbessert.

Aus dem Studio-Umfeld entstammt die PCV (Plastic Conductive Volume) Technologie. Sie erreicht durch leitende Plastikschienen eine Lebensdauer von bis zu 2.000.000 Bewegungen uns stellt damit die professionellste Bauweise dar.

Brandneu ist die digitale Crossfadertechnologie - hier wird die Position durch ein Magnetfeld ermittelt. Diese Fader sind durch die nicht vorhandene Reibung nicht nur abnutzungsfrei, selbst starke Verunreinigungen wie Flüssigkeiten und selbst Sand stören nicht! Zudem können durch die Digitalsteuerung extreme Fadereffekte erzielt werden. Future!


Die Reverse-Funktion

kommt aus der Turntablism-Szene. Die Richtung des Faders wird hiermit umgekehrt, was für DJs den Bewegungsablauf gewisser Scratchtechniken leichter macht. Kein Muss, aber wer Techniken im Reverse-Style eingeübt hat sollte drauf achten. Es gibt selbst Mixer mit einer Channel-Reverse Funktion, bei der zwei Kanäle seitenvertauscht werden.


Die Fader-Curve

justieren zu können ist die Krönung der Fadertechnologie: Das Öffnungsverhalten des Faders kann dem eigenem Mixingstyle angepasst werden. Die Verlaufskurve kann zwischen "sanftem Überblenden" und "hartem  Cutten" eingestellt werden. Dieses Feature entstammt auch dem Turntablism, ist aber bei immer mehr Pulten aller Gattungen zu finden. Mittlerweile ist es sogar möglich, die Curve für beide Faderseiten getrennt einzustellen oder sogar den Faderwiderstand zu justieren!


Die Phono/Line Schalter

dienen im ursprünglichen Sinne nur dem Umschalten zwischen zwei angeschlossenen Geräten. Sie werden immer häufiger als Crossfaderersatz zum sofortigen Ein- & Ausfaden des Signals benutzt, um Scratchtechniken noch genauer zu steuern. Daher bieten einige Scratch n´Cut Pulte extrem robuste Kippschalter, die in der Position (oben/unten, rechts/links oder vertikal) verändert werden können, Triggerfähig sind und sogar auf optische Steuerungen setzen.


Die Punch-Buttons

greifen diesen Trend auf: Es kommen immer häufiger Drucktaster zum Einsatz, die genau dieses Ein- und Abschalten des Kanals hervorrufen: Punch-Buttons "boxen" bei Betätigung den Kanal quasi in den Mix hinein, während Cut-Knöpfe das Signal herausziehen. Diese sind in der Regel ganz in der Nähe des Crossfaders angebracht, der durch ihren Gebrauch natürlich entlastet wird. Die Bedienung ist angenehmer als bei den Phono/Line Umschaltern und die Langlebigkeit ist in der Regel größer, da sie konzeptionell für den Dauergebrauch ausgelegt sind.


Potis - Die Drehregler

offiziell Drehpotentiometer, bei uns kurz "Poti" genannt sind die von der Häufigkeit der Benutzung her zweitwichtigsten  Bedienelemente. Ihr solltet euer Augenmerk darauf werfen, ob der Poti bloß auf einem Plastik oder auf einem Metallstift sitzt und ob die Potikappe aus Hartplastik oder griffigem Gummi besteht. Sehr wichtig ist auch, ob genug Platz zwischen den Potis besteht. Was nützt einem die beste Klangregelung, wenn der Finger zwischen Mitten und Bass stecken bleibt?


Klangkontrolle

Der Gain-Regler

wird zum Justieren der Eingangslautstärke gebraucht: Da verschiedene Tonträger herstellungsbedingt auch unterschiedlich laut sind, wird mittlerweile jeder Kanal mit einem Gain-Regler ausgestattet. Hiermit können die einzelnen Kanäle bei gleichem Mischverhältnis gleich laut eingestellt werden.


Die Equalizer

verstärken oder unterdrücken die Frequenzbereiche der Kanäle einem bestimmten Dezibelbereich. Mittlerweile selten ist die Zweifach-Regelung (Höhen und Bässe), Standard ist eine Dreifach-Abstimmung (Höhe, Mitten und Bässe). Sehr aufwendige Equalizer bieten sogar eine Vierfach-Regelung mit aufgeteiltem Mittenbereich. Für eine intensive Frequenz-Interaktion sind viele EQs mit einer Cut- oder Kill Funktion ausgerüstet, die die jeweiligen Frequenzbereiche fast bis komplett ausschaltet.


Die Kill-Einheit

schaltet Frequenzbereiche per Kippschalter oder Druckknopf sofort ab. Dadurch, dass unabhängig vom Equalizer gearbeitet werden kann, kann mit den Kill Switches Frequency Mixing par excellence betrieben werden.


Die Balanceregelung

findet sich auch bei immer mehr Mixern. Sie wirkt normalerweise auf den Hauptausgang, kann bei gewissen Pulten aber auch bei jedem Kanal einzeln eingestellt werden und bestimmt das Links/Rechts-Verhältnis des Sounds.


Die Aussteuerungs-LED

mahnt den Übersteuerungsbereich des Mixers mit (meist) roten LEDs an:
Ab gewissen Eingangs- bzw. Ausgangslautstärken übersteuert das Mischpult und gibt somit ein verzerrtes Audiosignal ab. Bei einigen Pulten haben sogar die Einzelkanäle diese Anzeige bzw. kann die doppelte Master LED-Kette auf zwei Kanäle umgeschaltet werden: Hiermit können die Quellen schon optisch in der Lautstärke angeglichen und interne Übersteuerungen vermieden werden, die den Master-Sound verunreinigen würden.


Die Cue-Funktionen

sind zuständig für das Vorhören der Tracks und für das Überwachen des Mixes. Je nach Ausführung kann nur ein Kanal oder mehrere gleichzeitig abgehört werden. Im Cue-Mix kann der geplante Mix zweier Stücke im Headphone angetestet werden, um auf Nummer sicher zu gehen. Je nach Gerät wird dies durch einen Drehpoti oder einen vorteilhaften Mini-Crossfader bewerkstelligt.


Mischpult - EIn und Ausgänge

Die Master 2-, Booth- oder Monitor-Ausgänge

sind die Bezeichnungen für den zweiten Masterausgang, mit dem die meisten unserer Pulte ausgerüstet sind. Ein DJ Mixer wird bekanntermaßen nicht nur zu Hause, sondern auch auf Partys und in Clubs eingesetzt, da hier die Hauptanlage, die durch das Mastersignal des Pultes befeuert wird, meistens auf den Dancefloor und nicht auf den DJ ausgerichtet ist, hätte er Probleme seinen eigenen Sound zu hören. Diese Akustik macht eine zweite Anlage - den DJ Monitor - nötig, die unabhängig von der Hauptanlage regelbar sein muss und dem Jockey die nötige Lautstärke verschafft.


Der Record-Ausgang

ist immer sehr willkommen. Da die Mix- und Scratchorgien beizeiten gerne aufgenommen werden, bieten immer mehr gute Mixer einen speziellen Aufnahme-Ausgang, der ungeregelt ist. Die Aufnahme läuft unabhängig von der Master- und Boothlautstärke immer gleich laut.


Die Ausgangsarten

sind eine weitere Frage der Klangqualität: Normalerweise ist jeder Mixer mit einem Cinch-Anschluss mit der Anlage zu koppeln. Hat man jedoch auf Partys oder in Clubs sehr lange Wege zwischen Mixer und Verstärker zu überbrücken, reichen die relativ dünnen Cinch-Kabel für ein befriedigendes Klangerlebnis nicht mehr aus. Dazu müssen die dicken Klinken- oder die noch dickeren XLR-Kabel verwendet werden, die allerdings meistens einen balancierten, symmetrischen Ausgang am Mischpult voraussetzen.


Der Schwanenhalslampen-Ausgang

kann bei immer mehr Mischern vorgefunden werden (ebenso mit XLR- oder BNC-Anschluss) und gibt einer Schwanenhalslampe Strom. Da allgemein natürlich öfter im Dunklen als im Hellen gemixt wird.


Der Mikrofon-Eingang

ist Voraussetzung, wenn das Set durch einen MC tatkräftig unterstützt werden soll (entweder mit BNC oder XLR Anschluss). Eigentlich alle Mixer bieten dieses Ausstattungsmerkmal, welches meistens noch durch ein Zusatzfeature,
die Talkover Funktion, erweitert ist. Diese unterdrückt das Musiksignal, wenn ins Mikro gesprochen/gerappt/gesungen wird.


Die Effekt Ein- und Ausgänge

werden auch EFX Send/Return oder einfach FX In/Out genannt. Da heutzutage "bloßes" Mixen vielen Discjockeys nicht mehr genug ist, wird das Auflegen auch gerne durch Sampeln oder Effekte verfeinert. Aus diesem Grund bieten bessere Mixer häufig dieses spezielle Feature. Send/Return daher, weil zum einen das Audiosignal ausgegeben wird, um Effekte darüber zulegen oder Sounds auf dem Sampler zu speichern, zum anderen wird das bearbeitete Signal wieder in den Mixer eingespeist. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Effekt-Signale zu bearbeiten, zuzuweisen, auszugeben, und, und, und.


Mixer - Warten oder Wartung?

Ein Mixer besteht aus vielen Verschleißteilen, die ständig in Gebrauch sind und deswegen von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden müssen. Deswegen ist es auch ein Qualitätsmerkmal, wie schnell und wie einfach diese Teile ein- und ausgebaut werden können.

Vorteilhaft ist es deswegen immer, wenn Fader an der Oberfläche getauscht werden können. Bei den meisten Crossfadern Standard, bei Linefadern eher selten.

Bei Scratch n´Cut Mixern hat sich die Double Panel Bausweise durchgesetzt. Hier kann nach entfernen der Faderkappen die komplette Frontplatte im unteren Bereich abgenommen werden, so dass der DJ Zugriff auf alle Fader und Potis hat.

Die EMC (Easy Mounting Construction) Bauweise vereinfacht ebenfalls die Wartung, da nach Abnehmen des Frontpanels keine Zwischenplatte mehr entfernt werden muss, sondern direkt alle Verschleißteile frei liegen. Easy.

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